• Buecher
  • Campus der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
  • Chemie-Flaschen
  • Drehohrofen
  • G25
  • Halle 15.1
  • HS5
  • ICH Studierende im Labor
  • Lehre
  • Studierende im Labor

Aktuelles

6. Ladies Night for Women in Engineering Sciences

23.04.2019 -

Am 11.04.2019 fand zum sechsten Mal die Ladies Night for Women in Engineering Sciences an der Otto-von-Guericke-Universität und dem Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme statt.

Der Karrieremarkt startete bereits um 12 Uhr auf dem Mensa-Vorplatz. Vom grauen und kalten Wetter ließen sich nur wenige abschrecken: großes Interesse erweckten vor allem die Angebote der teilnehmenden Firmen Cargill, Axetrading, Dow, Solvay und AirLiquide sowie die Angebote der Fachschaftsräte FVST und FEIT und natürlich die Angebote der OVGU aus dem Bereich Gleichstellung, Familie, Career Service, Graduate School und MakerLabs.

Um 17 Uhr eröffnete der Geschäftsführende Direktor des MPI, Prof. Reichl, die Ladies Night am Max-Planck-Institut. Es gab wieder viele abwechslungsreiche und spannende Beiträge, von denen einige heiß diskutiert wurden. Als Fazit blieb, dass die Karrierewege von Frauen in Wissenschaft und Industrie so vielfältig sind, dass selbst nach der sechsten Ladies Night der Stoff nicht ausgeht.

Als besonderes Highlight der diesjährigen Ladies Night ist der Nachwuchspreis für Studentinnen hervorzuheben. Viele sehr gute Beiträge kamen aus den Fachrichtungen Verfahrenstechnik, Maschinenbau und Medizin. Prämiert wurden die besten drei Wissenschaftsplakate.

 

Platz 1:
Swetha Chowdary Vutlapalli (FVST)

Platz 2:
Laura Lipken, Alina Mitchard, Iryna Schönefeld, Christina Woronow (FMB)

Platz 3:
Sebastian Wilhelm, Janine Gumz, Marie-Luise Lautsch, Sabrina Scheffler (FMB)

Platz 3:
Cassandra Klonz (FVST)

 

Zum Abschluss gab es natürlich wieder live Musik von der Band muMPItz.
Die Veranstalter bedanken sich bei allen Mitwirkenden, vor allem auch wieder bei Fachschaftsrat FVST für die tatkräftige Unterstützung!
Die nächste Ladies Night wird am 23.04.2020 an der OVGU stattfinden.

 

 

 

mehr ...

Verfahrenstechniker befassen sich im Rahmen ihrer Forschung intensiv mit Fragen der Energieeffizienz

17.04.2019 -

Um industrielle Herstellungs- und Stoffumwandlungsprozesse für die zukünftigen Herausforderungen der Energiewende fit zu machen, befassen sich Magdeburger Verfahrenstechniker an der OVGU unter anderem intensiv mit Fragen der Energieeffizienz von Prozessen.

An der Fakultät für Verfahrenstechnik wird hierfür erforscht, wie Produkte energieeffizienter, das heißt mit geringerem Zeit- und Energieaufwand hergestellt werden können, ohne dabei die Qualität der Produkte zu beeinträchtigen. Hierfür werden modernste Mess- und Analysemethoden angewendet und weiterentwickelt.

Unter anderem mit dem Forschungspartner an der TU München (TUM) werden derzeit in einem DFG-Projekt die mikroskopisch kleinen Prozesse und Phänomene während der Lyophilisation untersucht.

Lyophilisation ist ein verfahrenstechnischer Prozess, der zum Ziel hat, die in Produkten enthaltene Feuchtigkeit durch Sublimation zu entfernen. Hierfür werden die Produkte zunächst eingefroren, um dann das Wasser bei Unterdruck zu sublimieren, das heißt aus dem festen (Eis) in den gasförmigen (Wasserdampf) Zustand zu überführen. Lyophilisation wird deshalb auch als Vakuumgefriertrocknung bezeichnet. Es ist eines der schonendsten Trocknungsverfahren, das häufig in der pharmazeutischen Industrie und der Lebensmittelindustrie für qualitativ hochwertige (und meist teure) Produkte eingesetzt wird. Hierzu gehören sowohl Proteine und Mikroorganismen, als auch Früchte, Gemüse, Fleisch, Fisch, Gewürze, Kaffee, Getränke, Milch etc. mit einem stetig wachsenden Marktanteil.

Da dieses Verfahren bei Temperaturen und Drücken unterhalb des Tripelpunktes von Wasser stattfindet, bietet es, im Gegensatz zu allen anderen existierenden Trocknungsverfahren, viele Vorteile. Zum Beispiel wird die Wasseraktivität von Mikroorganismen während des Prozesses herabgesetzt. Der Denaturierung von Proteinen wird durch die Anwendung geringer Temperaturen vorgebeugt. Außerdem wird die Struktur der Produkte bei der Trocknung nicht verändert so sehen zum Beispiel die gefriergetrockneten Beeren im Müsli besonders frisch und lecker aus. Nachteil der Vakuumgefriertrocknung sind die langen Trocknungszeiten und der geringe Produktdurchsatz sowie die vergleichsweise hohen Energiekosten.

Daher untersuchen die Magdeburger Forscher gemeinsam mit den Kollegen in München, wie der Prozess schneller werden kann, um die zukünftig einzuhaltenden Ziele der Energieeffizienz und CO2-Reduktion zu erfüllen. Für die Untersuchungen werden weltweit zum ersten Mal im Bereich Lyophilisation Porennetzwerkmodelle zum Einsatz kommen, in deren Entwicklung die Forschergruppe an der OVGU führend ist. Diese Modelle erlauben eine realistische Abbildung der realen Strukturen und werden somit zum ersten Mal Einblick in mikroskopisch kleine Phänomene geben, welche bei der Lyophilisation bisher mit anderen Methoden noch nicht untersucht werden konnten. Gemeinsam mit Kollegen von der TU München und weiteren Forschergruppen an der Forschungs-Neutronenquelle FRM II der TUM in Garching und am Paul-Scherer-Institut (ETH)/Schweiz konnten bereits mit Hilfe von Neutronenstrahlung Phänomene aufgedeckt werden, die bisher in solchen Prozessen zwar vermutet, aber noch nicht nachgewiesen werden konnten.

Die Arbeiten an der OVGU und der TUM sind somit wegweisend für das zukünftige Prozessverständnis und für die Verbesserung der Lyophilisation im Sinne ökologischer Nachhaltigkeit und der Energiewende bei mindestens gleichbleibender Qualität der Produkte.

 

gefr_part

Lyophilisation eines gefrorenen Partikels (Größe 70 µm) mit deutlichen Rissen an der Oberfläche (Quelle: TUM).

 

 

tum_ovgu

Forscher der OVGU und der TUM und der OVGU mit einem Lyophilisationsexperiment an der Forschungs-Neutronenquelle FRM II (Quelle: Heinz Maier-Leibnitz Zentrum, Garching).

 

mehr ...

Zur chemischen Synthese von Naturstoffen ausgetauscht

16.04.2019 -

Gut 200 Fachkollegen und -kolleginnen, ehemalige Mitarbeitende und Promovierende, Industriepartner und Vertreter aus Wirtschaft und Politik und Studierende aus der ganzen Welt waren der Einladung von Professor Dr. Dieter Schinzer, Chemisches Institut, gefolgt, um mit ihm über die Totalsynthese biologisch aktiver Naturstoffe, Arzneimitteldesign und die Beziehung zwischen Naturstoffen und Biomolekülen zu diskutieren. Besonders geehrt fühlte sich der Gastgeber durch die Zusage von Kyriacos C. Nicolaou von der Rice University, Houston, USA, und seinem Doktorvater Manfred T. Reetz vom Max-Planck-Institut für Kohlenforschung Mülheim. Dieter Schinzer gehört zu den ersten, denen eine Totalsynthese eines Epothilons, ein seit 2007 als Krebsmedikament zugelassener Wirkstoff, gelang. Lesen Sie mehr.

 

chem_synth_v_naturprodukten

 

Quelle: OVGU-Newsletter

mehr ...

Wertvolles Vitamin E aus Abfallprodukten herstellen

11.04.2019 -

Internationale Kooperation: Chinesisch-Deutsches Forschungsprojekt zwischen Max-Planck-Institut Magdeburg, Otto-von-Guericke Universität Magdeburg und East China University of Science and Technology Shanghai

Ein chinesisch-deutsches Kooperationsprojekt ist am 1. April 2019 zwischen dem Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme Magdeburg, der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) und der East China University of Science and Technology (ECUST) in Shanghai, geleitet von Prof. Dr.-Ing. Kai Sundmacher und Prof. Zhiwen Qi, gestartet. Ziel ist es, wertvolle natürliche Bestandteile wie Vitamin E aus flüssigen Gemischen der Pflanzenölproduktion in China und anderen Ländern zu gewinnen mit Hilfe sogenannter stark eutektischer Lösungsmittel.

Vitamin E (ά-Tocopherol) übernimmt im menschlichen Körper wichtige Schutzfunktionen der Zellen vor schädlichen Einflüssen und Alterungsprozessen. Bei der Produktion von Pflanzenölen zum Beispiel aus Sojabohnen entsteht ein Abfallstrom, in dem Vitamin E in einer Konzentration von zehn bis zwanzig Prozent in einer flüssigen Mischung gelöst ist. Das Vitamin E soll als wertvolles Produkt gewonnen werden. Die Separation aus der Flüssigkeit ist bislang mittels herkömmlicher Trenntechnologien schwierig.

In ihrem gemeinsamen Projekt möchten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Magdeburg und Shanghai nun herausfinden, wie eine bestimmte Lösungsmittelart für die Gewinnung von Vitamin E genutzt werden kann. Stark eutektische Lösungsmittel (Deep Eutectic Solvents DES) sind eine Mischung von verschiedenen Sorten von Lösungsmitteln. Sie haben in der Mischung einen sehr viel niedrigeren, eindeutig bestimmbaren, Schmelzpunkt als die Schmelzpunkte der Mischungspartner. „DES sind in der Chemie bereits seit längerem bekannt. Doch erst jetzt kommen sie in der chemischen Prozesstechnik als „grüne“ Lösungsmittel zur Geltung. Die Extraktion von Vitamin E dient uns dabei als erstes Fallbeispiel für eine Vielzahl von Wertstoffen, die man zukünftig mit DES aus Abfallströmen gewinnen könnte“, sagt Prof. Kai Sundmacher.

Die Wissenschaftler betrachten den Trennprozess laut Prof. Sundmacher vor allem auf der molekularen Ebene: „Wir müssen mit Hilfe der richtigen chemischen Tricks die Kräfte zwischen den Molekülen so organisieren, dass bestimmte Wasserstoffbrückenbindungen erzeugt werden. Wenn wir diese Bindung dann brechen, können wir das Zielmolekül wieder vom DES lösen. Da eutektische Lösungsmittel bei niedrigen Temperaturen noch flüssig sind, können wir auch empfindliche Moleküle wie zum Beispiel Vitamine schonend extrahieren.“

Größtes Augenmerk liegt im Projekt auf den computergestützten Methoden für das Design der Trennprozesse unter Einsatz von DES als innovative Lösungsmittel. Die Magdeburger Gruppe übernimmt diesen theoretischen Teil, die Gruppe an der ECUST in Shanghai ist für die experimentelle Überprüfung zuständig.

Seit 2009 besteht eine enge Kooperation des Magdeburger Max-Planck-Instituts und der Otto-von-Guericke Universität mit der East China University of Science and Technology (ECUST) in Shanghai. Der gemeinsame Arbeitsschwerpunkt liegt in der Entwicklung von innovativen Lösungsmitteln für effiziente chemische Prozesse mittels computergestützter Methoden.

Dieses deutsch-chinesische Forschungsprojekt wird seit dem 1. April 2019 für drei Jahre von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der National Natural Science Foundation of China (NSFC) gefördert.


Sehen Sie dazu auch, mit weiteren Grafiken und Abbildungen, unsere Pressemitteilung online

Foto:
190411

Bildunterschrift: Dr. Zhen Song, Projektleiter, und Prof. Dr.-Ing. Kai Sundmacher, Direktor am Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme Magdeburg und Professor an der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg, diskutieren erste Ergebnisse zur Verwendung von stark eutektischen Lösungsmitteln zur Gewinnung von Vitamin E.

Bildquelle: Max-Planck-Institut Magdeburg / Gabriele Ebel

mehr ...

zurück 5 | 6 | 7 | 8 | [9] | 10 | 11 | 12 vor

Letzte Änderung: 30.01.2019 - Ansprechpartner: Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH) Manuela Dullin-Viehweg